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Backhendlzeit : die gute alte Zeit im 19. Jh. vor dem... [Backhendlzeit]


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Backhendlzeit

die
die gute alte Zeit im 19. Jh. vor dem Börsenkrach 1873, insbes. das Biedermeier

Referenz von Backhendlzeit




Art des Wortes: Substantiv

Kategorien: Humorige Bezeichnungen, Zeitangaben

Erstellt von: Koschutnig am Aug.2016

Ähnlich klingend:    

Links: Bairisches Wörterbuch : Backhendlzeit - Referenz von Backhendlzeit



  


Bekanntheit

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scherzhaft wird von der „Backhendlzeit" (Biedermeier) … gesprochen.
Quelle: Wien Geschichte
Die Jahre zwischen 1815 (Wiener Kongress) und 1848 (März-Revolution) werden gewöhnlich als Zeitalter des Biedermeiers, von den Wienern als "Backhendlzeit " bezeichnet [...]
Das Klischee von der üppigen, feucht-fröhlichen, paradiesischen "Backhendlzeit " ist - eben ein Klischee und ebenso unzutreffend wie das des feudalismusfeindlichen bürgerlichen Revolutionärs.
Quelle: Hansjörg Schenker, Theaterdirektor Carl und die Staberl-Figur (1986)
»Das ist noch a Erinnerung, a selige für'd Leut', an die längst vergangene, goldene Backhendlzeit.« So hieß es um die Jahrhundertwende in einem viel gesungenen Wienerlied. Die historische Wahrheit vertreibt uns allerdings aus dem Paradies falscher Erinnerungen. Wer den guten Ruf der Backhendlzeit retten will, möge nicht behaupten, man dürfe die Zustände von damals nicht aus heutiger Sicht betrachten.
Quelle: Hellmut Andics, Gründerzeit, (1981)
Backhendlzeit, überschwenglich lebensfrohe und genussfreudige Epoche im Wien des 19. Jahrhunderts, vor wirtschaftlicher Instabilität und politischer Repression; reges kulturelles und gesellschaftliches Leben (Kaffeehaus, Bälle) beginnt mit dem Wiener Kongress 1814/15, endet mit dem großen Börsenkrach 1873, die erste Hälfte dieser Zeit (1815-1948) wird auch als Biedermeierzeit, Vormärz oder Restauration bezeichnet.
Quelle: Oliver Pfau, Scherz auf Scherz und Herz zu Herz (2016)

von Koschutnig am Aug.2016

 
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Und was wär mit : http://www.ostarrichi.org/word-13211-similar.html ??
von Scheitelhau am Aug.2016

 
+1
http://www.ostarrichi.org/word-13211-similar.html
Gleicher Eintrag
von sunshine am Aug.2016

 
0
Zu Backhendlzeit
Himmelfixlaudon, das Biedermeier war ja auch schon "vor den zwei Kriegen"! Wer hätte das gedacht! Haben die Leut um 1900 schon dran gedacht?

Für alle Fälle hab ich das Ende der guten alten Zeit (Börsenkrach 1873) nun in die Übersetzung gestellt, da ich ja erfahren hab, dass das Lesen meiner "himmellangen Kommentare" für unzumutbar gehalten wird.
von Koschutnig am Aug.2016

 


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Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Varietäten im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]