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kruzineser : verflixt [kruzineser]


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kruzineser

verflixt

Referenz von kruzineser




Art des Wortes: Adjektiv

Kategorien: Schimpfworte - liebevoll bis leicht

Erstellt von: pedrito am Jun.2006

Links: Bairisches Wörterbuch : kruzineser - Referenz von kruzineser



  


Bekanntheit

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Bewertungen (50)



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Weiß jemand vielleicht dazu was zur Etymologie. Waren die Kruzine(n)ser ein Orden? Klar für mich nur, dass man das eigentlich gemeinte Wort "Kruzifix" nicht aussprechen wollte.
von Brezi am Aug.2007

 
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Kommentar zum Wort:
Kruzineser [ von wuppl am 2007-01-22 14:07:49 ]
gruzinesa
ist ein Kuruzze, stammt aus der Zeit der Türkenbelagerungen, daher auch KRUZITÜRKEN, was eine Verballhornung des Warnungsrufes KURUZZEN UND TÜRKEN ist.
von JoDo am Aug.2007

 
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Wenn ich hier vielleicht anmerken darf:

* Kruzifix wurde aus dem Lateinischen für "ans Kreuz geheftet" abgeleitet
* Kruzinesen ist eher bairisch und kommt aus der Verballhornung von "Chinesen". Warum das "Kruzi" vorangestellt ist, weiß ich allerdings nicht. Auch in Wien ist dieses Wort in Gebrauch - früher habe ich es öfter vernommen. Mittlerweile eher seltener, weil ja die österreichische Sprache dem Wandel Richtung Denglisch unterliegt... Übrigens glaube ich, dass "Kruzinesen" auch anerkennend verwendet wurde!
* Kruzineser meint wohl eben die Person per se. Ich kenn den Gebrauch dieses Wortes leider nur sehr vage.
von HerrPausW am Feb.2016

 
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Ich habe das Wort schon vor 50 Jahren in genau dieser Form gehört. Ich habe es immer als Ausrufwort verstanden und aufgefasst, welches das "kruzifix" als Interjektion umgeht, weil dieses aus Gründen der Pietät nicht ausgesprochen werden wollte.
Das alles stellt nicht die schon erwähnten Kommentare außer Frage.
Der Affekt, der durch "kruzineser" geäußert wird, liegt im Bereich von Verärgerung oder "Unrundsein" in Bezug auf einen Sachverhalt oder ein Geschehnis.
von Puser3857qu am Feb.2016

 


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Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Varietäten im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]